P R O T E U S


 
 
 
 

Im Jahre 1989 erreichte die Sonde Voyager 2 den Planeten Neptun. Dadurch wurden
sechs neue Neptunmonde entdeckt bzw. als Mond bestätigt. Im Juli des Jahres 1989
entdeckte Stephen P. Synnott vom Voyager Imaging Team - er hatte 1980 bereits
zwei Jupitermonde und 1985/'86 sieben Uranusmonde entdeckt - auf Teleobjektiv-
aufnahmen von Voyager 2 nun auch einen Neptunmond, der nach dem alten
Meeresgott Proteus benannt wurde. Proteus hütete auf der Insel Pharos
Neptuns Robben und besaß wie alle Meeresgötter die Gabe der
Prophetie und die Fähigkeit, seine Gestalt willentlich zu verändern,
die er insbesondere benutzte, um nicht erkannt und gefangen zu
werden und dann prophezeien zu müssen. Proteus erhielt
die Bezeichnung Neptun VIII.
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 

Proteus hat einen Durchmesser von 440 km x 416 km x 404 km (im Mittel 420 km) und ist
somit der größte dieser sechs bekannten inneren (sich innerhalb der Tritonbahn bewegenden)
Neptunmonde und zugleich der zweitgrößte aller Neptunmonde. Er hat wahrscheinlich
ungefähr die Größe, bis zu der ein unregelmäßiger (d. h. nicht kugelförmiger) Körper in
seiner Form bestehenbleiben kann, ohne von seiner eigenen Gravitation in Kugelform
gezogen zu werden. Proteus scheint stark verkratert zu sein und weist keinerlei
Anzeichen irgendwelcher geologischer Veränderungen auf.
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 

Proteus' große Bahnhalbachse beträgt 117646 km (entsprechend
ca. 4,75 Neptunradien), seine Umlaufzeit mithin 1,122 Tage.
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 

Animation von Proteus (385 KB)
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 

PROTEUS in Kürze

 
 Bezeichnung  Neptun VIII
 Entdeckungsjahr  1989
 Entdecker  Stephen P. Synnott //
 Voyager 2
 Durchmesser  440 km x 416 km x 404 km
 Rang  7.
 Große Bahnhalbachse  117646 km =
 ca. 4,75 Neptunradien
 Umlaufzeit  1,122 Tage
 

S/2004 N 1                                zurück zum Menü                                            Triton 
 
 
 
 
 
 

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Dies war der beeindruckende Proteus.
Als nächstes erwarten Euch hier weitere Jupitermonde. Seid gespannt auf die
 

Himaliagruppe



 
 
 
 

Quellen:
- Durchmesser: berechnet nach Karkoschka, E.: "Sizes, shapes, and albedos of
- the inner satellites of Neptune", Icarus 162 (2003), S. 400-407
- Große Bahnhalbachse: Jacobson, R. A.: "The Orbits of the Neptunian Satellites 
- and the Orientation of the Pole of Neptune", The Astronomical Journal 137 (2009), 
- Nr. 5, S. 4322-4329
- Umlaufzeit: Owen, W. M., Jr., Vaughan, R. M. und Synnott, S. P.:
- "Orbits of the six new satellites of Neptune",
- The Astronomical Journal 101 (1991), Nr. 4, S. 1511-1515