M I M A S
 
 


 
 
 
 
 

Am 17. September 1789, nur 20 Tage nach seiner Entdeckung des sechsten Saturn-
mondes Enceladus, entdeckte Friedrich Wilhelm Herschel auch einen siebenten
Saturnmond, der nach dem Giganten Mimas, dem Bruder des Titanen Saturn
und des Giganten Enceladus, benannt wurde. Als innerster der großen
Saturnmonde erhielt Mimas die Bezeichnung Saturn I.


 
 

Mimas, im Hintergrund Janus.
Aufnahme durch die Raumsonde Cassini am 5. März 2005.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mimas hat einen Durchmesser von 418 km x 392 km x 383 km (im Mittel
397 km). Seine geringe Dichte von ca. 1,16 g/cm³ deutet darauf hin, dass er,
wie viele andere Saturnmonde auch, im wesentlichen aus Eis mit einem
geringen Felsanteil besteht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Aufnahme durch die Raumsonde Cassini am 2. August 2005
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mimas' Oberfläche ist vollständig von Kratern bedeckt, aber ein Krater prägt die Erscheinung des Mondes:
Der nach Mimas' Entdecker benannte Krater Herschel hat einen Durchmesser von 130 Kilometern (also
fast einem Drittel des Monddurchmessers), sein Boden ist bis zu 10 Kilometern tief, seine Ränder ungefähr
5 Kilometer hoch, und sein Zentralberg ragt 6 Kilometer über den Kraterboden hinauf. Viel größere Krater
(im Verhältnis zum Monddurchmesser) gibt es nirgends im Sonnensystem, da der Aufprall eines Körpers,
der einen solchen verursachen könnte, zur Zerstörung beider kollidierenden Körper führen würde. So hat
wahrscheinlich der Einschlag, der Herschel erzeugte, Mimas auch fast zerstört. Kein anderer Krater
ist auch nur annähernd so groß wie Herschel. (Aufgrund der Ähnlichkeit zwischen Mimas und
dem Todesstern aus dem Film "Krieg der Sterne" von George Lucas, der 1977 in die Kinos
kam, könnte man meinen, dass Lucas Mimas als Vorbild für den Todesstern genommen
habe - aber der Krater Herschel wurde erst 1980 durch Voyager 1 entdeckt.)
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Krater Herschel
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mimas' große Bahnhalbachse beträgt 193900 km (entsprechend
ca. 3,217 Saturnradien), seine Umlaufzeit mithin 0,9424 Tage
(= 22 Stunden 37 Minuten), sodass eine 1:2-Resonanz
zu Tethys besteht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 

Mimas aus einer Entfernung von 68000 Kilometern, im Hintergrund die Saturnringe.
Aufnahme durch die Raumsonde Cassini am 2. August 2005.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Flug über Mimas (11,8 MB)

Aufnahmen über sieben Stunden durch die Raumsonde Cassini am 2. August 2005
 
 
 
 
 
 
 
 
 

MIMAS in Kürze

 
 Bezeichnung  Saturn I
 Entdeckungsjahr  1789
 Entdecker  Friedrich Wilhelm Herschel
 Durchmesser  418 km x 392 km x 383 km
 Rang  10.
 Große Bahnhalbachse  193 900 km =
 ca. 3,217 Saturnradien
 Umlaufzeit  0,9424 Tage
 

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Dies war der beeindruckende Mimas.
Als nächstes erwarten Euch hier die ersten Uranusmonde. Seid gespannt auf
 

Cordelia und Ophelia



 
 
 
 
 

Quellen:
- Durchmesser: Davies, M. E. u. a.: "Report of the IAU/IAG/COSPAR Working Group on
- Cartographic Coordinates and Rotational Elements of the Planets and Satellites: 1994",
- Celestial Mechanics and Dynamical Astronomy 63 (1996), S. 127-148
- Bahndaten: Jacobson, R. A.: JPL satellite ephemeris SAT240 (2006)